Heute geht es um die ph/f-Schreibung. In einigen Fällen ist beides möglich (Orthographie/Orthografie), in anderen nur die eine oder andere Schreibweise (Telefon, nicht Telephon; Physik, nicht Fysik). Wie ist es mit Alphabet? Auch die f-Variante kommt vor. Aber nicht im Deutschen
„Von Berliner Schnauze bis Wiener Schmäh.“ Unter diesem Titel erschien gestern ein interessanter Beitrag im Tagesspiegel. Darin ging es nicht so sehr um die Unterschiede im Wortschatz (wie man beim Vergleich Schrippe/Brötchen meinen könnte), sondern im Kommunikationsverhalten.
Diese 16.000 €-Frage bei „Wer wird Millionär?“ ist nicht schwer. Oder doch? Es geht um den Umlaut. Die Antworten C und D sind falsch, das ist klar. Mit <Ä> beginnt das Wort Altar im Plural sicher nicht. Aber wie ist es mit A und B? Ist Altare korrekt, in Analogie zu Notare? Nein
Die Deutschsprachige Gemeinschaft in Ostbelgien umfasst 9 Gemeinden und hat ein eigenes Parlament mit Sitz in Eupen. Das Standarddeutsche weist spezifische Merkmale auf (z.B. Fritüre für Frittenbude). Hier Beispiele für den Dialektgebrauch. Eine gute Rede! instagram.com/reel/DehVD3MMh…
0-24/7. Das sind die Öffnungszeiten von Mülleimern/Mistkübeln. Und wie ist es beim Späti? Was ist das überhaupt? Dazu die KI: Ein Späti (Abkürzung für Spätkauf) ist ein kleiner Kiosk oder Tante-Emma-Laden, der vor allem in großen Städten, insbesondere in Berlin, verbreitet ist.
Hier gibt es kostenlos BioÄpfel - und das in BinnenGroßschreibung. Fällt diese Schreibweise überhaupt noch auf? Es gibt so viele Beispiele dafür. Oft sind es Produktnamen (MasterCard, AirTags), Firmennamen (OpenAI, LinkedIn), aber auch Schilder auf dem Wochenmarkt (DinkelBrot).
Noch ein Beispiel: MaLeiChor. Siehe unter
ids-mannheim.de/aktuell/vera…
Hier eine Liste von Austriazismen, die in der Wikipedia unter <T> gelistet sind. Doch welche davon werden tatsächlich nur in Österreich verwendet? Wie bei vielen regionalen Varianten ist es so, dass diese nicht an der Grenze Halt machen. Und das gilt auch für die Standardsprache.
„Mis Dihei“. Ohne Kontext versteht man das nur, wenn man mit dem Dialekt vertraut ist. Aber hier ist es klar, es geht um das neue Daheim. Doch wo wird das Wort Daheim überhaupt verwendet, wo spricht man vom Zuhause? In Köln beispielsweise würde man wohl eher sagen: mein Zuhause.
Mach, mache oder mach‘ - alle Varianten kommen im Geschriebenen vor. Doch nur zwei sind richtig, ein Apostroph muss nicht stehen. Und wie ist es mit „connect“? Auch dieses Verb kommt im Deutschen vor und steht im Duden (man staune) - und beides, connect und connecte, ist korrekt.
«Neben Kommentaren zur Bekleidung und zur Frisur ist die Aussprache einer der häufigsten Gründe für Rückmeldungen.» So der Kommentar einer Schweizer Nachrichtensprecherin. Und zur Aussprache gehört auch, wie hochdeutsch man artikuliert. Dazu eine Umfrage: 20min.ch/story/akzent-muss-s…
Was ist eine Knüsselhött? Die standardsprachliche Variante ist wohl ‚Knüselhütte’. Schaut man darauf, wo das Schild angebracht ist, lässt sich weiter schlussfolgern, dass es bei der Hütte um den Mülleimer geht. Und dann meint Knüsel wohl ‚Abfall’. Doch welcher Dialekt ist das?
Den Spruch „ Ketchup mit ohne alles“ kennt man - ein schönes Wortspiel (oder besser: ein schönes Spiel mit der Grammatik). Auf diesem T-Shirt wird das Prinzip teilweise übernommen, der Kasusfehler bleibt bestehen. Gut oder schlecht gemacht? Der Spruch fällt auf jeden Fall auf.
Wir können alles. Außer Hochdeutsch. Diesen Spruch zur Vermarktung eines Bundeslandes kennt man. Hier ein weiterer, aus einer Imagekampagne für Berlin. Das spielt natürlich auf die berühmte „Berliner Schnauze“ an. Mehr bei einer Podiumsdiskussion am 4.11.: variprag.net/termine/berlin-…
So produktiv ist die deutsche Sprache: Man nehme ein Substantiv (hier die Bezeichnung für eine Jahreszeit), mache daraus ein Verb und ergänze um eine Präposition. Analog dazu wird auch „überwintern“ gebildet, nur mit Frühling geht es nicht, ein- oder ausfrühlingen klingt seltsam.
Sie können mich gerne duzen. Wie übersetzt man das ins Englische? Auf jeden Fall ist „You can say you to me” die falsche Wahl. Ob das tatsächlich einmal ein deutscher Politiker gesagt hat? Mehr zum Duzen und Siezen in diesem Buch (kostenlos herunterladbar) benjamins.com/catalog/tar.7?…

















