Sehr guter Text. Das kann quasi 1:1 so auch über die SPD schreiben.
Ich war selbst acht Jahre Mitglied der @CDU. Deshalb überrascht mich der Fall @CNathusius kein bisschen. Er illustriert vielmehr ein strukturelles Problem dieser Partei: Mittelmaß wird verwaltet, Talent wird aussortiert.
Meine These: Für Nathusius gab es in der @Junge_Union schlicht keinen angemessenen Platz. Also wurde sie Schatzmeisterin. Ein klassisches Parteiamt für diejenigen, die arbeiten dürfen, während andere vor Kameras bedeutungsschwere Sätze aufsagen.
Dumm nur: Nathusius verstand offenbar schneller als ihre Parteifreunde, wie politische Kommunikation im 21. Jahrhundert funktioniert.
Sie baute sich ihre eigene Reichweite auf. Ohne den Segen irgendeines Kreisvorsitzenden. Ohne jahrelanges Plakatkleben. Ohne sich bei Funktionären anzudienen, deren politische Halbwertszeit häufig kürzer ist als die ihrer Wahlkampfversprechen.
Und damit beginnt das eigentliche Problem.
Wer in der Union Karriere machen will, muss offenbar zuerst beweisen, dass er bereit ist, sich jahrelang Leuten unterzuordnen, die ihm intellektuell und rhetorisch nicht das Wasser reichen können.
Eigenständigkeit? Verdächtig.
Selbstbewusstsein? Anmaßend.
Politischer Erfolg ohne Genehmigung der Parteihierarchie? Unverzeihlich.
Ob Nathusius ihr Amt als Schatzmeisterin fachlich angemessen ausgeübt hat, lässt sich ohne belastbare Informationen nicht beurteilen. Ebenso wenig, welche Rolle persönliche Animositäten bei den internen Auseinandersetzungen spielten.
Aber eines ist bemerkenswert: Eine junge Politikerin schafft aus eigener Kraft Öffentlichkeit und Reichweite und ihre Partei bekommt es offenbar nicht hin, dieses Potenzial konstruktiv einzubinden.
Nathusius ist rhetorisch stark, medienwirksam, selbstbewusst und verfügt über eine politische Präsenz, von der mancher Berufsfunktionär nur träumen kann.
Sie hätte eine Bereicherung für die Bundes-CDU sein können.
Stattdessen erleben wir möglicherweise das nächste Kapitel einer bemerkenswerten Tradition: Die Union beklagt den Mangel an politischem Nachwuchs und demonstriert gleichzeitig, weshalb sich eigenständige Talente diese Ochsentour besser zweimal überlegen sollten.
Die Botschaft an junge Politiker ist jedenfalls verheerend:
Wer Karriere machen will, sollte weniger Nathusius und mehr Amthor sein.
Brav sein. Dienen. Netzwerke pflegen. Die richtigen Leute bewundern. Und vor allem niemals den Eindruck erwecken, man könnte ohne die Partei erfolgreicher sein als mit ihr.
Die CDU hat offenbar kein Nachwuchsproblem.
Sie hat ein Problem mit Nachwuchs, der keinen Vormund braucht.
nzz.ch/deutschland/zu-unbequ…
Wenn AirPods herunterfallen, muss sich das Case öffnen und beide Kopfhörer müssen in unterschiedliche Richtungen mindestens 5 Meter weit fliegen. So steht es im Gesetz.
Henrik Hamann retweeted
🔴 Exklusiv: Nach dem Sieg der #Linken in #Berlin boten zwei Bundesländer Polizeibeamten den Wechsel an. Mit Erfolg: In nur wenigen Wochen haben mindestens 72 Beamte Versetzungen angefragt oder beantragt. Das sind viermal so viele wie alle Versetzungen im gesamten Jahr 2025. #Demokratie #Polizei focus.de/politik/deutschland…
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Auch wir in Hamburg haben rekommunalisiert, Gesellschaften in die städtische Hand zurückgeholt (z.B. pflegen&wohnen von der Vonovia/DeutscheWohnen) - aber nach Regeln der Marktwirtschaft, per ausgehandeltem Kaufvertrag mit einer fairen Wertbeurteilung. DAS ist der Unterschied!
„Die Vergesellschaftungsbefürworter leiden unter einem Tunnelblick. Gegenargumente werden ignoriert oder als Angstmacherei der „Immobilienlobby“ denunziert. Es ist diese Mit-dem-Kopf-gegen-die-Wand-Politik, die im Desaster enden wird.“
taz.de/Sondierungsergebnis-I…
Henrik Hamann retweeted
Unter die Schülerproteste in Berlin mischen sich erwachsene Aktivisten.
Ich hab recherchiert: Darunter sind Personen von linksextremen Organisationen.
Texte für @welt und @bzberlin stehen unten⬇️
Henrik Hamann retweeted
Replying to @BachmannRudi
Vergesellschaften, 100.000 Wohnungen bauen, bis 2030 netto null versiegeln, 50 % Sozialquote, Tarifbindung: Alles gleichzeitig geht nicht.
Die Landeseigenen können kaum schneller bauen.
Als öffentliche Auftraggeber müssen sie EU-weit und in Fachlosen ausschreiben. Dazu kommen Förder- und WBS-Quoten, gedeckelte Mieten und eine sinkende Eigenkapitalquote 2025 haben sie 4.692 Wohnungen gebaut und 4.609 gekauft. Neubau kaufen sie oft schlüsselfertig bei privaten Entwicklern. Das ist vergabefrei und schnell.
Damit hängt auch die „kommunale“ Hälfte der 100.000 Wohnungen am privaten Kapital.
Genau dieses Kapital schreckt die Vergesellschaftung ab. Und es ist mobil: Wer in Hamburg, Leipzig oder Wien bauen kann, geht dorthin. Eine Neubau-Ausnahme, die nur politisch zugesagt ist, hält keine 30 Jahre Projektlaufzeit. Wenn das Papier zugleich „weitere Instrumente“ ankündigt, liest jeder Investor: Der Werkzeugkasten ist offen.
Netto-Null bis 2030 nimmt die Flächen.
Neue Quartiere gehen nur, wenn anderswo gleich viel entsiegelt wird, und zwar genau in den Jahren, in denen der Neubau seinen Höhepunkt haben müsste. Büroumbau bringt ein paar Tausend Wohnungen, keine Zehntausende.
Das Geld reicht nicht.
16 Mrd. € Entschädigung bedeuten rund 750 Mio. € Annuität im Jahr. Bei 160.000 Wohnungen reicht die Miete nach meiner Überschlagsrechnung nicht einmal für den Kapitaldienst. Kauften die Landeseigenen 50.000 Neubauwohnungen, kämen noch einmal rund 17,5 Mrd. € dazu. Gleichzeitig muss der Haushalt 2027 um 900 Mio. € entlastet werden.
Henrik Hamann retweeted
🔴🟢🔴 In der SPD werden Unterschriften gegen die KoaVerhandlungen in Berlin gesammelt. Zu den Unterzeichnern gehören die ehemalige BMin Faeser, der Chef des Seeheimer Kreis Esra Limbacher und der innenpolitische Sprecher Sebastian Fiedler.
Henrik Hamann retweeted
Pistorius kritisiert Linke, Grüne und SPD in Berlin – „Beendigung der Kooperationsvereinbarung in Berlin wäre Signal gegen die Bundeswehr“, sagt der Verteidigungsminister @Tagesspiegel
tagesspiegel.de/politik/sign…
.@FranziskaGiffey auf Instagram mit allem, was man zur "Vergesellschaftung" wissen muss. Schafft keinen Wohnraum. Macht Wohnen nicht günstiger. Verhindert neuen Wohnraum. Verbrennt Geld.
Henrik Hamann retweeted
Die Ratio, die @CarloMasala1 hier @NiemaMovassat reingedrückt hat, brennt heftiger als Rathäuser in Frankreich.
Henrik Hamann retweeted
Der „Ausschluss“ von Art. 14 GG sowie die willkürliche Deckelung der Entschädigung auf 16 Mrd. sind wirkungslos. Auch die Vergesellschaftung in Art. 15 GG verweist auf Art. 14 III GG. Es ist daher so oder so eine angemessene Entschädigung zu leisten, egal was RGR vereinbart.
Wir halten fest, die @spdberlin schließt Sondierungen ab,
- in deren Vorfeld selbst man mit einem bare-minimum Papier am nasenring durch die Manege gezogen wurde
- BW und der eigene Minister bloßgestellt werden
- man mehrfach verfassungswidrige Sachen mitträgt
Wo Parteivorstand?
Henrik Hamann retweeted
Netto-Null-Versiegelung bis 2030, keine Randbebauung des Tempelhofer Feldes, Abrissverbot für intakte Wohngebäude – aber 100.000 neue Wohnungen bis 2031, also ca. 1/5 mehr als 2025 unter CDU/SPD.
Ich fänds gut. Es bleibt aber spannend!
#Sondierungspapier
Henrik Hamann retweeted
Ich will gar nicht stören, aber ich möchte die sondierenden Parteien ganz kurz an das Grundgesetz und die Verfassung des Landes Berlin erinnern.
Henrik Hamann retweeted
Lieber Boris,
„Die Kooperationsvereinbarung der Bildungsverwaltung mit der Bundeswehr werden wir beenden“
Mit herzlichen Grüßen
Deine @spdberlin



























