![Frage: Woher kam die Idee für diese Ausstellung?
Elisabeth Geldmacher: Wie schon unsere letzte Ausstellung „mind the gap“ [https://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/mind-the-gap/] war das eine gemeinsame Idee unseres Teams. Wir finden es absolut wichtig zu zeigen, was Provenienzforschung ist und warum die Suche nach NS-Raubgut auch fast 80 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus unbedingt nötig ist. Wir wollen zeigen, wem Bücher in einer Bibliothek mal gehört haben und welche Schicksale sich dahinter verbergen und wie sich so auch Spuren des NS-raubs in den Beständen der SLUB finden lassen.](https://pbs.twimg.com/media/GA1K3loWAAArvDa.jpg?name=small&format=webp)
ALT Frage: Woher kam die Idee für diese Ausstellung? Elisabeth Geldmacher: Wie schon unsere letzte Ausstellung „mind the gap“ [https://ausstellungen.deutsche-digitale-bibliothek.de/mind-the-gap/] war das eine gemeinsame Idee unseres Teams. Wir finden es absolut wichtig zu zeigen, was Provenienzforschung ist und warum die Suche nach NS-Raubgut auch fast 80 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus unbedingt nötig ist. Wir wollen zeigen, wem Bücher in einer Bibliothek mal gehört haben und welche Schicksale sich dahinter verbergen und wie sich so auch Spuren des NS-raubs in den Beständen der SLUB finden lassen.

ALT Frage: Was können insbesondere junge Leute durch die Ausstellung lernen? Nadine Kulbe: Dinge zu hinterfragen, das ist wichtig, sie nicht als gegeben hinzunehmen. Wie viele Bibliotheksbesucher:innen machen sich Gedanken darüber, woher die Bücher kommen, die sie nutzen? Gerade wenn die Bücher nicht druckfrisch, sondern 90, 150, 300 Jahre alt sind? Wer waren die Menschen, denen sie vorher gehört haben? Was lässt sich über sie herausfinden und erzählen? Wer glaubt, man könne mit der ständigen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus endlich mal aufhören, der verkennt die Realität. Es finden sich bis heute Spuren dieses menschenverachtenden Systems, auch in so unscheinbaren Dingen wie Büchern in einer Bibliothek. Sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen, ist keine Aufgabe nur für Historiker:innen. Seine Auswirkungen spüren und finden wir bis heute und damit bleibt das eine Aufgabe für die Gegenwart und Zukunft.



















