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Die ultimative Erklärung für alle hitzigen Debatten in der Öffentlichkeit. Ab Ostern 2024 in jeder gut sortierten Buchhandlung.
penguin.de/Buch/Moralspektak…
Klappentext
Wir wollen gute Menschen sein, aber das allen anderen auch zeigen. Denn unser moralischer Charakter verschafft uns Anerkennung und Attraktivität. Doch durch den Einfluss der digitalen Medien wird Moral immer mehr zum Statussymbol und die öffentliche Diskussion zu einem Moralspektakel. Gerade in Universitäten, Medien, innovativen Unternehmen und im Kulturbereich dient die inszenierte Moral als Abgrenzung gegen andere Gruppen und als Waffe im Konkurrenzkampf untereinander.
Mit negativen Folgen: Das Moralspektakel führt zu Populismus, Symbolpolitik, verfehltem Aktivismus, verzerrter Forschung und wirkungslosen Maßnahmen gegen Diskriminierung – auf Kosten von Gerechtigkeit und Solidarität.
Philipp Hübl zeigt, wie wir stattdessen einer universellen Ethik folgen können, in der wir reale Missstände beseitigen, statt uns in Schaukämpfen zu profilieren. Und in der nicht autoritäres Denken oder Opfergruppen im Mittelpunkt stehen, sondern der selbstbestimmte Mensch.
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Preisverleihung der Science-Communication-Medaille am @mpi_nat und Vortrag über das Moralspektakel mit anschließender Diskussion in der Paulinerkirche mit Claus Ropers beim Göttinger Literaturherbst.
So erschließen wir uns die Welt kausal. Das Beispiel ist so offensichtlich, dass man es eigentlich nicht erklären muss: Wer Zeit in Training/Übung investiert, ob Klavierspielen, Sport oder Hausaufgaben, wird dadurch besser. Jeder Mensch hat dieses Experiment schon durchgeführt.
Nein. Ich zitiere die Beiträge, auf die sich meine Antworten beziehen, damit auch meine Follower sehen können, wie man argumentativ und strategisch mit dieser Art von Kommunikation umgeht.
Replying to @Mr_Brankijam @PhilippHuebl
Der Sinn dahinter ist das Herbeipfeifen von Verstärkung. @PhilippHuebl hat längst jeden ernstzunehmenden Dialog verlassen.
Das ist eine wichtige Forschungsfrage. Der Kontrast im Text ist durch Beispiele und Quellen aber klar. Wenn mein eineiiger typidentischer Zwilling individuell täglich mehr Zeit in Hausaufgaben investiert, wird er sehr wahrscheinlich akademisch und beruflich erfolgreicher sein.
Replying to @PhilippHuebl
Aber wer legt „gute" emp. Unterscheidbarkeit fest? Wenn in den Residuen Dimensionen wie Habitus und Milieu unmodelliert bleiben, belegt der Nettoeffekt keinen rein individuellen Handlungsraum. Ist es methodisch haltbar, das Nicht-Erfasste einfach als nicht-sozial zu verbuchen?
Genau: Die Alltagssprache lässt sich nur grob mit Aussagenlogik modellieren. Alltagsquantoren wie "die meisten" sind z.B. nicht in der Prädikatenlogik 1. Stufe darstellbar (Barwise/Cooper 1981). Wer nur durch die Logikbrille schaut, übersieht schnell Sprachnuancen wie z.B. Ironie
Replying to @Fionnindy @PhilippHuebl
wo ist denn da das "nichts"? hier die normalsprachlichen argumente in argumentationslogik zu übersetzen, verdeckt die unschärfe der bisher angerissenen positionen.
Wenn man den Begriff des Sozialen so weit fasst, wird entweder jeder Handlung begrifflich notwendig "sozial" oder man behauptet, dass alle Handlungen empirisch notwendig sozial sind. Das erste ist witzlos, das zweite offenkundig falsch. Beides geht an den Text-Beispielen vorbei.
Replying to @PhilippHuebl
Nein. Aus der Behauptung, dass individuelle Entscheidungen nicht a priori von sozialen Bedingungen getrennt sind, folgt nicht, dass „trivialerweise alles sozial“ ist. Die Negation von ‚Nichts‘ ist nicht ‚Alles‘, Du Meisterlogiker…
Wenn ich die Korrelation habe "Steine in der Sonne sind warm", "Steine im Schatten sind kalt", dann kann ich mit weiterem kausalen Wissen darauf schließen, dass die Sonne verursacht hat, dass die Steine warm wurden. Es kann falsch sein, ist es aber sehr wahrschienlich nicht.
Ich zitiere die Beiträge, auf die sich meine Antworten beziehen, damit auch meine Follower sehen können, wie man argumentativ und strategisch mit dieser Art von Kommunikation umgeht.
Replying to @Fionnindy @PhilippHuebl
@PhilippHuebl Ich weiß nicht, was der Sinn dahinter ist, dass Sie, statt normal zu antworten, stets den DrüKo wählen, aber ich drücke es mal so aus: Ihre Schwäche beim korrekten Zitieren wird jetzt nicht unbedingt durch Ihre alles überstrahlende Logik kompensiert.
Kritik ist Teil der Wissenschaft. Viele „Studien“ machen falsche Annahmen über Grammatik (mit z.B. nicht-generischen Singularen „male einen Arzt“), sind nicht repräsentativ („wir fragten 30 Studentinnen“) und untersuchen mentale Bilder, nicht Bedeutung – mit Wittgenstein gesagt.
Replying to @Fionnindy @PhilippHuebl
Das war schon vor drei Jahren so, als Herr Huebl sich plötzlich ungefragt in die Linguistik verirrte und mit einem bemerkenswerten Selbstbewusstsein Methodenkritik übte, ohne offenbar selbst mit den Grundlagen vergleichender Forschung vertraut zu sein.
Die Gegenüberstellung ist üblich und durch Quellen klar belegt. Person übt Beruf nicht aus, weil sie a) sozial gehindert/diskriminiert wurde oder b) den Beruf freiwillig nicht gewählt hat. Wer sagt b) ist unmöglich, schließt b) rein terminologisch aus und trivialisiert den Fall.
Replying to @PhilippHuebl @PBahners
Aber individuelle Entscheidungen sind doch nichts willkürliches, von sozialen Strukturen unabhängiges. Der Effekt dieser Gegenüberstellung ist einfach eine Moralisierung in die andere Richtung durch "responsibility". "behavioral problems" werden konstatiert aber nicht erklärt.
Nein, das Verkündungen von Fakten. Fakten sind in einer Lesart abstrakte Entitäten (wahre Aussagen) und in einer anderen Lesart die konkreten Wahrmacher ("facta") dieser wahren Aussagen. Beide können nichts verursachen, weil es sich nicht um Ereignisse handelt.
Mein Rost-Osterloh-Beispiel ist einschlägig. Wenn man den Begriff der sozialen Ächtung so anspruchsvoll macht, dass "Restaurant verlassen" Kriterium ist, gibt es trivalerweise kaum Fälle. Prominente Beispiele im Alltagssinn sind Rebecca Tuvel, Roland Fryer, Kathleen Stock.
Replying to @PhilippHuebl
Aber welche von Ihnen zitierte Quelle belegt „soziale Ächtung“ (auch nur in 1 Fall)?
Im Gegenteil. Die Studie sagt: Wenn man alle überprüfbaren sozialen Faktoren herausrechnet, bleibt ein individueller Unterschied bestehen -- Asiaten investieren mehr Zeit in Hausaufgaben. Das erklärt kausal ("advantage"), warum sie erfolgreichere Bildungsbiographien haben.
Erkenntnisleitendes Interesse ist kein Problem, solange die Forschung ergebnisoffen bleibt und es nicht zu Verzerrungen der Untersuchungen führt. Die von mir angeführten Studien legen das aber nahe. Daher die Einladung zur Selbstkritik.
Dann ist trivialerweise alles sozial. Der Unterschied ist in der zitierten Forschung, z.B. zu den Hausaufgaben klar nachweisbar, wenn man alle dort überprüften sozialen Faktoren herausrechnet. Ihr zu weiter Begriff des Sozialen lässt keine guten empirischen Unterscheidungen zu.
Replying to @PhilippHuebl @PBahners
Aber individuelle Entscheidungen sind doch nichts willkürliches, von sozialen Strukturen unabhängiges. Der Effekt dieser Gegenüberstellung ist einfach eine Moralisierung in die andere Richtung durch "responsibility". "behavioral problems" werden konstatiert aber nicht erklärt.
Da steht ein "so" im nächsten Satz, der auf die Erläuterung des vorher Gesagten durch Söderlunds Studie hinweist, in der es genau um wissenschaftliche Standards geht. Buss et al. belegt den ersten Halbsatz. Wer mit Textarbeit vertraut ist, kann das richtig zuordnen.
Replying to @PhilippHuebl
Ah. Nun verlegen wir uns auf einen Pranger.
Möchtest Du gern blockiert werden?
Nein die Quelle zum wissenschaftlichen Niveau ist von Söderlund et al. und Madison et al. Nimm Dir ruhig mal ein bisschen Zeit, den Text und die Quellen aufmerksam zu lesen.
Der Konsens besteht, das kann man in jedem Fachbuch nachlesen. Die Studie von Polderman et al. gilt bis heute als die "mother of all studies". Nimm Dir gerne etwas Zeit, das mal gründlich zu recherchieren.
Mein Artikel "Selbstdarstellung contra Wissenschaft" in der @sueddeutsche_de über die Probleme aktivistischer Forschung steht jetzt online. Im Anhang der Text mit Quellen.
sueddeutsche.de/kultur/phili…



















